Feuerwehren Regis-Breitingen

Stadtfeuerwehr Regis-Breitingen

Stadtwehrleiter

Richard Arndt

Stellv. Wehrleiter

Michael Räßler

Feuerwehrnotruf: 112

Ortsfeuerwehr Regis-Breitingen

Schillerstraße 3
04565 Regis-Breitingen
034343-51315

Ortswehrleiter

Richard Arndt

Stellv. Ortswehrleiter

Eric Neefe-Neumann

Jugendfeuerwehr

Marvin Timmler

Alters- und Ehrenabteilung

Peter Pfretzschner | Lutz Graupner (Chronist) | Rainer Frank

Gerätewart/Technik

Tobias Matthes

Kleiderkammer

Melanie Arndt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Marvin Timmler

Atemschutz

Eric Norbert Neefe-Neumann

Ortsfeuerwehr Ramsdorf

Ortswehrleiterin

Jane Knarr

Stellv. Ortswehrleiter

Mike Fichtner

Jugendwart

Joerg Seiler

Bürgerinformation Sirenen

Information der FWF Regis-Breitingen

Wie der/dem ein oder anderen bereits aufgefallen ist, gab es in den vergangenen zwei Monaten einige Änderungen bei der Ansteuerung der Sirenen im Stadtgebiet Regis-Breitingen. Das Gerätehaus der Feuerwehr Regis-Breitingen hat durch die Förderung des Freistaates Sachsen eine moderne elektronische Sirene auf dem Dach erhalten. Diese unterscheidet sich etwas im Ton und auch in der Lautstärke, was auch eine Auswirkung auf die umliegenden Wohngebäude hat. Zudem bietet sie dengroßen Vorteil die Bevölkerung im Ausnahmezustand mit Sprachansagen besser und genauer zu warnen. Die Sirene dient weiterhin der Alarmierung der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr
Regis-Breitingen. Zwar sind in der heutigen Zeit moderne Mittel wie Pager (Funkmeldeempfänger) und Handyalarmierung Standard und ein Ausfall beider Möglichkeiten parallel sehr unwahrscheinlich. Auszuschließen ist dies jedoch nie gänzlich. Einsätze der Feuerwehr gliedern sich in „klein“ (bspw. Tragehilfe, Ölspur, Baum auf Straße, Laubenbrand), „mittel“ (bspw. Wohnungsbrand, Verkehrsunfall, Gasaustritt und Einsätze mit Personengefährdung) und „groß“ (bspw. Zugunglück, Großbrandereignisse, spezielle Gefahrgutunfälle). In den vergangenen Monaten wurden testweise die Sirenen für Einsätze der Kategorie „klein“ durch die Rettungsleitstelle Leipzig nicht mehr angesteuert und nur noch bei Alarmierungen der Kategorien „mittel“ und „groß“ berücksichtigt. Diese Testphase ist jetzt beendet und folgende Erkenntnisse und Änderungen ergeben sich: Auf ein Zurückgreifen der Alarmierung durch Sirenen kann nicht verzichtet werden, jedoch besteht der Wille die Lärmbelastung der Bevölkerung, besonders unserer Kinder, zu reduzieren, indem die Sirenen zukünftig bei Einsätzen der Kategorie „klein“ montags bis sonntags nur noch von 07:00 Uhr morgens bis 19:00 Uhr abends zur Alarmierung aktiv eingesetzt werden. Die Alarmierung der Einsatzkräfte ist
außerhalb dieser Zeit trotzdem gewährleistet und eine Warnung der Bevölkerung hat hier nur sehr wenig Priorität. Einsätze der Kategorien „mittel“ und „groß“ werden immer mit Sirenenalarm begleitet. Hier ist die Warnung der Bevölkerung von großer Bedeutung. Weiterhin ausgenommen sind alle überörtlichen Einsätze unserer Drohne, hier bleiben die Sirenen wie bisher weiter deaktiviert. Warum bleiben die Sirenen bei „Klein“-Einsätzen nicht gänzlich deaktiviert? Wir wollen sicherstellen alle Einsatzkräfte im Ort, besonders tagsüber, zu erreichen. Auch Einsatzkräfte vergessen einmal das Handy oder den Funkmeldeempfänger zu Hause. Auch sind Handyempfangsausfälle oder technische Defekte an Pagern nicht gänzlich auszuschließen. Weiterhin wurde festgestellt, dass die Wahrnehmung unserer anfahrenden Einsatzkräfte zum Gerätehaus mit voranlaufenden Sirenen für den zivilen Verkehrsteilnehmer besser nachzuvollziehen ist. Bürgerinnen
und Bürger sind im Ausnahmefall mit Sirenensignalen eher vertraut, wenn diese regelmäßig genutzt werden, als bspw. in Großstädten, wo dies nur zu Probealarmen der Fall ist. Das Verständnis und Interesse für die Arbeit der Feuerwehr ist größer, wenn die Sirenen Feuerwehreinsätze ankündigen. Die Bürgerinnen und Bürger lesen hieraufhin auch häufiger Einsatzberichte unserer Internetseite und den Sozialen Medien, als ohne Sirenenalarmierung. Das ist unter anderem auch bei der Nachwuchsgewinnung ein wichtiger Faktor. Zum Abschluss unserer Bürgerinformation gehen wir auf das Schreiben an den Bürgermeister der Stadt Regis-Breitingen ein. Entscheidungen wie Kameraden und Kameradinnen einer Feuerwehr alarmiert werden, werden durch die Leitung der Feuerwehr getroffen und nicht innerhalb der Stadtverwaltung, die Feuerwehr stellt in dem Bereich das Fachamt dar. Unsere Einsatzzahlen sind in den letzten Jahren gestiegen und auch wir als Feuerwehr versuchen die Lärmbelästigung zu Einsätzen wie einer Tragehilfe oder einem umgestürzten Baum gering zu halten. 

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Regis-Breitingen

Am 03. Oktober 1875 wurde in Regis von 49 Bürgern eine Freiwillige Feuerwehr gegründet, welche die zuvor seit 1660 bestehende Pflichtfeuerwehr ersetzte. An eine Alarmierung mit Pager, Sirene und Handyalarmierung wie in der heutigen Zeit war natürlich noch nicht zu denken. Die Alarmierung geschah damals noch durch Hornisten mit Hornsignal und bei Bedarf durch das Sturmläuten der großen Glocken beider Kirchen unserer Stadt.

Im Jahr 1938 erhielten die Regiser Kameraden ein Löschfahrzeug vom Typ Mercedes-Benz, dessen erster Maschinist Kamerad Erich Mann war. Erst am 07.10.1967 kam es zur Vereinigung mit der 1907 gegründeten Wehr aus Breitingen zur Freiwilligen Feuerwehr Regis-Breitingen und das 1938 beschaffene Löschfahrzeug wurde durch ein LF 16 S 4000 ersetzt.

Die Kameraden der Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr Regis-Breitingen mit den Einsatzfahrzeugen vor dem Gerätehaus im Jahr 2019. Die Kameraden der Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr Regis-Breitingen mit den Einsatzfahrzeugen vor dem Gerätehaus im Jahr 2019. Aus der im Jahr 1967 gegründeten AG „Junge Brandschützer“ wurde 1990 die Jugendfeuerwehr Regis-Breitingen, aus der Mädchen und Jungen zur Übernahme in die aktive Einsatzabteilung ausgebildet werden.

Im Jahr 1990 wurde unserer Wehr ein Löschfahrzeug 16-TS vom Typ Mercedes vom Bundesinnenministerium für den Katastrophenschutz übergeben. Zu den entsprechenden Übungen des Katastrophenschutzes des Landkreises Borna, haben die Kameraden die Wehr ab 1994 immer würdig vertreten.

Der Jahreswechsel 1997/1998 ist in die Geschichte der Wehr eingegangen. Vom 31.12.1997 00:30 Uhr bis zum 04.01.1998 14:15 Uhr waren 31 Kameradinnen und Kameraden der Wehr, davon 15 Kameraden unter schwerem Atemschutz im Einsatz, um einen Großbrand in der Recyclinganlage auf dem Gelände der ehemaligen Brikettfabrik Regis zu löschen. Im Schichtsystem leisteten sie 812 Einsatzstunden. Auch die Kameradinnen der Frauenabteilung waren täglich im Einsatz, um die Versorgung nicht nur der Regiser Kameraden, sondern auch aller 412 Einsatzkräfte bei dem Großbrand, welcher als einer der größten Feuerwehreinsätze im Landkreis Leipzig in die Chronik eingegangen ist, sicherzustellen.

Mit einem Tag der offenen Tür am 28.02.1998 wurde die feierliche Übergabe des neuen LF 16/12 vom Typ MAN an die Wehr übergeben. Nach 19 Jahren wurde das LF 8/STA außer Dienst gestellt.

2002 waren wir im Rahmen des Katastrophenschutzes beim Jahrhunderthochwasser u.a. im Raum Döbeln im Einsatz. Der 2003 gegründete Feuerwehrverein organisiert gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr das zur Tradition gewordene Neujahrsfeuer, Maibaumsetzen und das Fischerfest.
Das ausgediente und defekte Schlauchboot wurde 2010 durch ein modernes Rettungsboot des Herstellers ZODIAC erneuert um eine schnellere Rettung auf den angrenzenden Gewässern, wie dem Haselbacher See gewährleisten zu können.

Im Jahr 2018 wurde das LF 16/TS dann durch ein neues HLF 10 des Katastrophenschutzes ausgetauscht. Im Dezember 2019 wurde dann auch unser in die Jahre gekommener ELW auf VW T4 Basis durch einen VW Crafter mit Schäfer Aufbau ersetzt.

Im Jubiläumsjahr 2020 haben wir uns entschieden unsere Außendarstellung moderner zu gestalten. So arbeiten wir in unserer Internetpräsentation auf unserer Website www.ff-regis-breitingen.de und in den Sozialen Medien mit neuen Logos, welche auch einheitlich auf allen unseren Einsatzfahrzeugen angebracht wurden. Die Stadtfeuerwehr Regis-Breitingen setzt sich heute aus der Ortsfeuerwehr Regis-Breitingen und der am 25.02.1914 gegründeten Ortsfeuerwehr Ramsdorf zusammen.

Im Jahr 2021 bestand die Ortsfeuerwehr Regis-Breitingen aus 80 Kameraden und Kameradinnen, davon 40 Mitglieder der Einsatzabteilung, 20 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 20 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung. In der Feuerwehr Ramsdorf verrichteten 2021 insgesamt 34 Mitglieder ihren Dienst, davon 19 in der Einsatzabteilung, sieben in der Jugendfeuerwehr, drei in der Kinderfeuerwehr und fünf in der Altersabteilung. Die Ramsdorfer Kameraden und Kameradinnen verfügen über ein LF 8/6 und ein Schlauchboot.